Ja ja, die Liebe


Gedichte:

Traumtänzer
Nachtlied
Suchtgefahr
Wenn Du es willst
Wenn Du mich fragtest
Novemberabend
Sommerregen
Zusammensein
Gemeinsam
Ich will Dich
Traumtänzer

Die Schuhe zertanzt
in einem Reigen aus schönen Gefühlen.
Oft viel zu früh aus den Träumen erwacht
und immer wieder
zwischen den Stühlen.

Ständig auf schmalem Pfad unterwegs,
der Wegrand mit Perlen aus Tränen gesäumt
und doch ständig aufs Neue
den Traum
der unendlichen Liebe geträumt.

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Nachtlied
(nach einem zerstrittenen, missglückten Tag)

Des hellen Tages Stunden aufgebraucht,
gehen wir zur Ruh.
In stiller Sehnsucht nach Geborgenheit
igeln wir uns in uns selber ein.
Schlaflos kühle Nacht
deckt keine unserer Tageswunden zu.
Auf die unendliche Entfernung
einer ausgestreckten Hand
sind wir allein.

Wortkriege machen keine Toten,
hinterlassen nur
sinnlos aufgebrauchtes Leben.
Die ruhelose Nacht der Stille
umfängt dich und mich.
Gedanken kreisen um Verachtung und Vergeben.
Und plötzlich spür ich deinen Zeh
an meinem Fuß.
Ganz leise fragst du:
"Sag mal, frierst Du auch so sehr
wie ich?"

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Suchtgefahr

Ich rauche nicht,
auch Alkohol, den trink ich kaum.
von Drogen halte ich mich fern
und hab auch nichts mit fremden Frau'n.

Bin grundsolide,
dem allgemeinen Laster eher flüchtig.
Doch nach Deinen Küssen Liebste,
da bin ich schon ein bisschen
süchtig.

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Wenn Du es willst

Wenn Du es willst,
erzähle mir von Dir.
Ich hör Dir zu.
Und wenn Du willst,
lass uns dabei
ein Stückchen Weg
gemeinsam gehen.
Wenn Du es möchtest,
lege Dich in meinem Arm
zur Ruh.
Und wenn Du einmal
nicht mehr reden magst,
dann
schweig Dich bei mir aus.
Ich werde es verstehen
und hör auch
in der Stille zu.

Wenn Du es willst,
dann schenke ich Dir mehr
als einen Tag und
eine Nacht.
Und wenn Du
irgendwann
mal nicht mehr bleiben kannst,
mach ich den Abschied
Dir nicht schwer.
Wenn Du es möchtest,
lade ich Dich ein,
mein Leben bis zu diesem Tag
mit Dir zu teilen.
Und,
wenn Du willst,
wirst Du der beste Teil
von meinem Leben sein.

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Wenn Du mich fragtest

Wenn Du mich fragen würdest,
was ich am schönsten an Dir fände,
dann sagt ich ich Dir:
es ist Dein Kopf.

Voll mit Gedanken
klug,
und trotzdem schwer nur zu verstehen.
Eigensinnig,
widersprüchlich,
unbeständig
und so wunderschön.

Doch fragtest Du mich mal danach,
was ich am meisten an Dir mag,
dann sagt ich Dir:
Liebste, es sind Deine Hände.

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Novemberabend

Ein Abend,
endlich wieder mal mit Dir allein.
Novemberwind zerrt an den Bäumen,
peitscht den Regen an die Fensterscheiben.
Doch, wir sind daheim.

Du kuschelst Dich in meinen Arm.
Ich streichle sanft und zärtlich
über Dein Gesicht
und lausche auf den Wettermann im Radio,
der von noch schlimm'rem Wetter spricht.

Im Fernseher läuft nur Fußball, Action
oder Bauer sucht 'ne Frau.
Du wolltest lieber "Keinohrhasen" seh'n.
Till Schweigers Liebesflucht und -sucht
ist ja auch wirklich wunderschön.

Die DVD zu Ende, die Kerze ist erloschen
und die Flasche Rotwein leer.
Ich merke, dass Du eingeschlafen bist.
Und ich stelle leider fest, dass andren Leuten bei der Liebe zuzuseh'n
für Dich nicht unbedingt anregend ist.

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Sommerregen

Sie steht am Fenster,
schaut dem Regen zu.
Melancholie in riesig großen Tropfen
ergießt sich übers Land.
Sie macht die Augen zu
und sieht ein Bild,
spürt die Wärme seiner Hand
in ihrer Hand.

Nass bis auf die Haut,
lachend,
tanzend durch die Stadt
kein fremder Blick, der stört.
Alles Glück der Welt
mit jeden Tropfen
aufgefangen, eingesogen
weil es nur ihnen ganz allein gehört.

Hauseingang, fremd
und doch ein Schutz.
Ein kleines Stückchen Wiese
riecht nach Erde und nach frischem Gras.
Die Straße dampft
und Autos die vorüber fahren
spritzen Kinder
die am Bordstein stehen, nass.

Sie spürt die Arme,
wärmende Geborgenheit
und seine Hand streicht eine Strähne nasses Haar
aus ihren Augen.
Die Blicke treffen sich.
Vertraute, stumme Zweisamkeit
weil ungesagte Worte manches Mal
besser zum Verstehen taugen.

Und schon ist es vorbei.
Wie eine kurze Liaison der Sinne.
Die ersten Spatzen
baden schon in großen Pfützen.

Sie öffnet ihre Augen.
Auch draußen hat es aufgehört zu regnen.
Manchmal reicht schon ein kleiner Traum,
um vor der Einsamkeit zu schützen.

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Zusammensein

Zusammensein,
für Stunden der Gemeinsamkeit.
Die Zeit,
sie möge stehen bleiben
und wir verharren
in Momenten grenzenloser Zärtlichkeit.

Berührungen,
so sanft
und nur die Spitzen
unsrer Finger finden einen Weg
vom Kopf zum Herzen
bis es nicht mehr
weitergeht.
Bis Raum und Zeit
sich nur in Emotionen misst
und in
Berührungen,
die man nie mehr vergisst.

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Gemeinsam

Gemeinsam,
mit Dir fliegen,
weg von hier.
Fernab von Streit und
Einsamkeit,
an einem fernen Ufer
bau'n wir uns ein Nest.
Getragen von der
Kraft der Liebe
und gebaut aus Phantasie
und Zärtlichkeit.

Vielleicht
auch nur für heute
oder morgen,
denn unsre Zeit
ist nicht unendlich.
Doch
wenn auch Du,
die Kraft und Lust
zum Fliegen spürst,
dann warte ich auf
Dich.

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Ich will Dich

Ich will nicht,
kampflos einen Sieg erringen,
und doch Dich niemals zwingen.
Will dass Du kämpfend Dich ergibst.
Das Du den Sieg
in Deiner Niederlage liebst.
Will Dich trotzdem,
niemals überwinden.
Dich nicht besitzen,
Dich nicht an mich binden.
Will mich in Deiner Seele
spiegeln sehen.
Will Hand in Hand mit Dir
durch's Feuer
und durch's Wasser gehen.
Will tief in Dir versinken
und in Zärtlichkeit ertrinken.
Will neben, hinter
und auch vor Dir stehen.
Als Dein Kumpan,
als Weggefährte,
als Geliebter und als Mann
würd ich Dich gerne auch
in meiner Seele spiegeln
und an meiner Seite
sehen.

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