Weihnachtsseite



Zum Advent

Wenn die Regale brechend voll,
die Angebote supertoll,
und uns're Portemonnaies bald leer,
dann kommt, die Weihnachtszeit daher.

Drum hört Ihr Leute, lasst Euch sagen,
hört endlich auf, es zu beklagen.
Ihr sichert, darauf kommt es an,
den Arbeitsplatz vom Weihnachtsmann!

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Warum feiern wir eigentlich Weihnachten? (Eigene Ansicht der Weihnachtsgeschichte)

Nicht dass ich etwas dagegen hätte. Feste sind ja grundsätzlich willkommen.
Aber Weihnachten hat etwas spezielles, etwas ganz besonderes. Muss wohl irgendwie an dem geschichtlichen Hintergrund liegen, der dieses Fest so besonders macht.
Ein Kind wurde geboren.
Der Erlöser.
Gottes Sohn.
Wow ! Wenn das kein Grund zum Feiern ist.

Mal abgesehen von den freien Tagen, die uns dieses Ereignis beschert - sonst müssten die meisten von uns ja arbeiten - sollten wir dem "Herrn" auch dafür dankbar sein, dass unser Leben mit einem wunderbaren Märchen bereichert wurde. Dem Märchen von der unbefleckten Empfängnis Marias. Aber mal ehrlich Leute, glaubt das wirklich jemand?
Wir wissen doch wie das geht. Physisch meine ich. Da muss man(n) schon richtig ran und dann hat halt die Frau eine Weile an den Folgen zu tragen bis es endlich soweit ist. Das freudige Ereignis. Sollte das im März vor 2010 Jahren anders gewesen sein?
Hat da sozusagen eine göttliche, künstliche Befruchtung stattgefunden?
Ich mag's nicht glauben. Wirklich nicht.
Auch die Leute früher wussten doch wie's geht. Sonst würden wir nicht hier rumsitzen an den Feiertagen und uns den Bauch vollschlagen können. Könnte es nicht sein, dass Maria - ich will ihr ja nichts unterstellen - aber einfach nur mal … ihr wisst, was ich meine! Ist Jesus eventuell doch ein Kuckuckskind vom "Herrn" ?
Der einzige, der wieder von allem nichts mitbekommen war wohl Josef. (Na ja, verliebten Männer kann man irgendwie fast alles einreden.) Die arme Sau musste dann auch noch draußen rumrennen und eine Herberge suchen. Und das zu Weihnachten. Ach ne, das gab's ja damals noch nicht. Na ja, egal.
Jedenfalls muss jeder einigermaßen gebildete Mensch zugeben, dass das logischer ist, als das Märchen von der unbefleckten Empfängnis.
Und, um es damit mal auf den Punkt zu bringen: Wir feiern also seit mehreren hundert Jahren die Geburt eines unehelichen Kindes, das durch eine außereheliche Liaison zwischen Maria mit einem alten Mann entstanden ist, der danach sozusagen "Vaterflucht" begangen hat. Das würde zumindest auch den Ausdruck "… ist ja eine schöne Bescherung" erklären.
Und weil der alte Herr gemerkt hat, dass so ein Fehltritt letztendlich nur Probleme bereitet, hat er es gleich für alle potentiellen Nachahmer im 8. Gebot untersagt. War ganz schön clever der alte Knabe und hält sich nun aus allem raus.

Ja, was soll man dazu sagen?
- Man kann wahrscheinlich einer Frau nur das glauben, was man selbst sehen und anfassen kann;
- Traue keinem Mann mit weißem Bart;
- Es ist heute nicht besser oder schlechter als früher. Man muss es nur entsprechend zu würdigen wissen.

In dem Sinne … schöne Feiertage und alle(s) Liebe für alle!


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Impressionen im Advent

Seit Stunden schon,
bin ich mit nassen, kalten Füßen
auf dem Weihnachtsmarkt
im Schneematsch rumgerannt.
Und dazu singt Bing Crosby
vom wunderschönen,
weißen Weihnachtsland.

Georg Michael jammert uns die Ohren voll,
er hätt' "Last Christmas"
mit der Liebe nicht viel Glück.
Hat Weihnachten
sein Herz verschenkt
und kriegt es ein paar Tage später
leider schon zurück.

Dass Rentier Rudolf eine rote Nase hat,
weiß mittlerweile jedermann.
Man kann es auch nicht übersehen.
Was mag der Grund wohl dafür sein?
Vermochte er
dem "Glühwein - Elch - Test"
nicht zu widerstehen?

Vorm Weihnachtsmann
steht ein Dreikäsehoch und bockt.
Kein Lied und kein Gedicht
kriegt man aus ihm heraus.
Die Mutter steht genervt daneben
und droht dem Bengel an
"Komm Du mir bloß nach Haus!"

Am Glühweinstand ist Stimmung angesagt.
Studenten treffen sich
zu später Stunde.
Nach 15 Tassen heißem Wein
wird eine "Stille Nacht"
lautstark intoniert
im Bunde.

In all dem Trubel fällt ein Pärchen auf.
Nicht mehr ganz jung und auch nicht alt.
Sie schwatzen und sie lachen,
geh'n dabei von Stand zu Stand.
Er hält sie fest in seinem Arm,
damit sie sich nie mehr verlieren.
Und sie ....
hält einen kleinen Mistelzweig in ihrer Hand.

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Freude im Advent
(Drabble)

Wow!
Familie angetreten! Nachbarn schaut mal her, wie es leuchtet.
Fast zwei Tage hat er gewerkelt, geschraubt und verkabelt.
Der riesige Schwibbogen und die Pyramide im Garten,
Leuchtgirlanden markieren die Konturen des Hauses,
von drinnen alle Fenster geschmückt, die Kaminlöwen durch Engel ersetzt und
in jedem wichtigen Zimmer einen Weihnachtsbaum.
Nach Größe gestaffelt.
Es sieht wirklich toll aus. Die Mühe hat sich gelohnt.

Er wollte eigentlich seinen Vater anrufen. Immerhin ist erster Advent.
Aber schon wieder die ständige Litanei anhören, dass er keine Zeit für ihn hätte?
Morgen ist auch noch ein Tag.
Am Adventssonntag will er sich schließlich freuen.


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